Niederlage der Herren gegen Graz – dritter Satz macht Hoffnung

Die Bundesliga Herren mussten sich am 1. November in Hollabrunn dem UVC Holding Graz klar mit 0:3 (8:25, 11:25, 23:25) geschlagen geben. Während die Gastgeber in den ersten beiden Sätzen kaum Zugriff auf die Partie fanden, zeigten sie im dritten Durchgang endlich eine Reaktion und konnten den Favoriten zumindest noch einmal richtig fordern.

Graz dominiert von Beginn an

Die Grazer fanden bereits nach wenigen Punkten immer besser ins Spiel und setzten die UNIONvolleys gehörig unter Druck. Bei den Gastgebern wollte hingegen kaum etwas funktionieren. Über weite Strecken des ersten Satzes steckten die Bisamberger in einem einzigen Läufer fest und fanden kein Mittel, um sich aus der Umklammerung der Gäste zu befreien. Graz nutzte die Unsicherheiten konsequent aus und entschied den Durchgang deutlich mit 25:8 für sich.

Auch im zweiten Satz änderte sich nur wenig. Die UNIONvolleys fanden weiterhin nicht zu ihrem gewohnten Spiel und waren dem druckvollen Auftreten der Grazer weitgehend ausgeliefert. Mit 25:11 ging auch dieser Satz klar an die Gäste.

Aufbäumen im dritten Satz macht Hoffnung

Im dritten Durchgang präsentierte sich plötzlich eine andere Mannschaft. Die UNIONvolleys wachten auf, begannen aktiv am Spiel teilzunehmen und konnten Graz nun deutlich mehr entgegensetzen. Statt dem Spiel der Gäste nur hinterherzulaufen, agierten die Gastgeber mutiger und hielten den Satz bis zum Schluss offen. In einem engen Kopf-an-Kopf-Rennen fehlte am Ende jedoch das nötige Quäntchen, und Graz machte mit 25:23 den 3:0-Erfolg perfekt.

Zuspieler Christoph Schmolmüller fand nach der Partie klare Worte: „In den ersten beiden Sätzen wurden wir regelrecht aus dem Haus geschossen. Nichts hat so funktioniert, wie wir uns das vorgenommen hatten, und wir haben überhaupt nicht ins Spiel gefunden. Im dritten Satz haben wir dann endlich angefangen, Volleyball zu spielen, und plötzlich war es eine ganz andere Partie. Natürlich ist es bitter, dass wir auch diesen Satz verloren haben, aber auf dieser Leistung können wir aufbauen. Das gibt uns zumindest etwas Hoffnung für das nächste Spiel.“

Statistik spricht klare Sprache

Auch der Blick auf die Statistik unterstreicht die Grazer Überlegenheit in den ersten beiden Sätzen. Bei den Angriffspunkten hatten die Gäste mit 39 zu 20 deutlich die Nase vorne. Im Block konnten die UNIONvolleys mit 7 Punkten sogar einigermaßen mithalten, Graz erzielte hier 9 Punkte. Beim Service lautete das Verhältnis 5:1 zugunsten der Steirer. Auch in der positiven Annahme lag Graz mit 74 Prozent vor Bisamberg mit 62 Prozent.

Erfolgreichster Scorer der Partie war Rafael Meier vom UVC Holding Graz mit 18 Punkten. Auf Seiten der UNIONvolleys war Marco Lombardo mit 12 Punkten der beste Angreifer, gefolgt von Leon Sonnleitner aus Graz mit 10 Punkten. Rafael Meier wurde zum MVP der Begegnung gewählt, Marco Lombardo erhielt die Auszeichnung als Best Player der UNIONvolleys.

Den positiven Abschluss mitnehmen

Auch wenn das Ergebnis mit 0:3 deutlich ausfiel, können die UNIONvolleys aus dem dritten Satz zumindest einen kleinen positiven Aspekt mitnehmen. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie Graz durchaus fordern kann, wenn sie ihr eigenes Spiel auf den Platz bringt. Genau daran gilt es nun im Training anzuknüpfen. Die nächste Aufgabe wartet bereits – und die Bisamberger werden alles daransetzen, die positiven Ansätze mitzunehmen und endlich die ersten Punkte der Saison einzufahren.

 

Foto: GEPA

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